Pilotplanungsprozesse

Ein wichtiges Ziel der Kulturagenda Westfalens ist es, viele Kulturplanungen und kulturpolitische Diskurse in Kommunen und Kulturorganisationen überall in der Region anzuregen und zu fördern.

Zur Unterstützung solcher werden seit Anfang 2012 neun Planungsprozesse mit Hilfe von Kulturberater Reinhart Richter (Richter Beratung, Osnabrück) durchgeführt. Interessierte Kommunen und Organisationen können als Beobachter daran teilhaben.


Planungspiloten

Stadt Freudenberg

  • Kulturentwicklungsplanung
  • Beispiel für eine kleine Stadt im ländlichen Raum

Kontakt:
Bürgermeister Eckhard Günther
Stadt Freudenberg
Tel.: 02734 43-111, e.guenther@freudenberg-stadt.de

Weitere Informationen hier oder unter:
www.kultur-in-freudenberg.de/index.php/kulturentwicklung

Stadt Lippstadt

  • Kulturentwicklungsplanung
  • Beispiel für eine mittlere Stadt im ländlichen Raum

Kontakt:
Wolfgang Streblow
Stadt Lippstadt, Fachdienstleiter Kultur und Weiterbildung
Tel.: 02941 980-284, wolfgang.streblow(at)stadt-lippstadt.de

Weitere Informationen hier oder unter:
www.kultur-in-lippstadt.de und www.lippstadt.de

Stadt Hattingen

  • Kulturentwicklungsplanung mit der Frage nach Intensivierung der Kooperationen mit Witten
  • Beispiel für eine Stärkungspaktkommune

Kontakt:
Beate Schiffer
Stadt Hattingen, Beigeordnete
Tel. 02324 204-5000, b.schiffer(at)hattingen.de

Weitere Informationen hier oder unter:
www.hattingen.de/postnuke/Static_Docs/view/kultur_veranstaltungen/kep.htm

Kulturforum Witten

  • Kulturentwicklungsplanung mit der Frage nach Intensivierung der Kooperationen mit Hattingen
  • Beispiel für eine mittlere Stadt im Spannungsfeld zwischen Metropole Ruhr und ländlichem Raum

Kontakt:
Yvonne Linse
Kulturforum Witten
Tel. 02302 581-2435, yvonne.linse(at)stadt-witten.de

Informationen hier oder unter:
www.kep-witten.de.

Kreisfreie Stadt Hagen

  • Masterplan Kultur mit Schwerpunkt Interkultur
  • Beispiel für eine große Stadt. Hagen hat in NRW den höchsten Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund

Kontakt:
Beate Hauck
Stadt Hagen, Fachbereich Kultur, Stabstelle Kommunikation und Kulturaufgaben
Tel.: 02331 207-3150
beate.hauck(at)stadt-hagen.de

Informationen hier oder unter:
www.hagen.de/web/de/webseiten/41/41_11/41-11.html

Kooperation der Städte Ahlen und Beckum

  • Kinder- und Jugendkulturentwicklungsplanung
  • Beispiel für interkommunale Kooperation und für eine Teilplanung

Kontakt Stadt Ahlen:
Christina Loi, Gruppenleiterin Kultur
Tel. 02382 59-476, loic(at)stadt.ahlen.de
Kontakt Stadt Beckum:
Gaby Trampe, Fachdienstleiterin Presse und Kultur
02521 29-260, trampe(at)beckum.de

Informationen hier oder unter:
www.ahlen.de/bildung-kultur/kulturplanung/ und
www.beckum.de/kulturplanung

„Oben an der Volme“
Kooperation der Städte Halver, Kierspe, Meinerzhagen und Schalksmühle

  • Kulturkonzept
  • Beispiel für eine Kooperation von mehreren Kommunen

Kontakt:
Thomas Gehring
Stadt Halver, Fachbereichsleiter Bürgerdienste
Tel.: O2353-73 150, t.gehring@halver.de

Informationen hier oder unter:
www.halver.de/_bildung/kulturagenda/117250100000013087.php

Kreis Olpe

  • Kinder- und Jugendkulturentwicklungsplanung
  • Beispiel für eine Teilplanung auf Kreisebene. Soweit bekannt, erste dieser Art in Deutschland

Kontakt:
Ulrike Beckmann
Fachdienstleiterin Schulen, Sport und Kultur
Tel.: 02761 81750, u.beckmann@kreis-olpe.de

Informationen hier oder unter:
www.kreis-olpe.de/B%C3%BCrgerservice/Kunst-Kultur/Kinder-und-Jugend-Kulturentwicklungsplan

Kreis Höxter

  • Kulturentwicklungsplanung
  • Beispiel für eine Planung auf Kreisebene. Der Kreis Höxter ist z.T. überdurchschnittlich stark vom demographischen Wandel betroffen.

Kontakt:
Klaus Schumacher
Kreisdirektor
Tel.: 05271-965-9220, kulturplanung(at)kreis-hoexter.de

Informationen hier oder unter:
www.kulturplanung.kreis-hoexter.de


Beobachter

Kommunen und andere Kulturträger, Einrichtungen und Akteure, die an strategischer Kulturarbeit interessiert sind, aber zur Zeit keine Möglichkeit zu konkreter Planungsarbeit bei sich haben, können als Beobachter an den Pilotplanungsprozessen teilhaben. So lässt sich vielleicht für die eigene Kommune oder Organisation profitieren oder es ergeben sich neue Kooperationsmöglichkeiten.

Folgende Kommunen und andere Organisationen nehmen als Beobachter teil (Stand 18.9.2013):

  • Gemeinde Hiddenhausen 
  • Gemeinde Havixbeck/Baumberger Sandsteinmuseum
  • Stadt Bad Oeynhausen
  • Stadt Enger und Widukind-Museum, Enger
  • Stadt Ennepetal
  • Stadt Gevelsberg 
  • Stadt Kamen
  • Stadt Netphen
  • Stadt Olpe
  • Stadt Schmallenberg
  • Stadt Paderborn
  • Stadt Hameln (Niedersachsen)
  • Kultur Herford
  • Kulturbüro Lünen
  • Kultur Siegen
  • Kreis Paderborn/Kreismuseum Wewelsburg
  • Kreis Steinfurt
  • Landesverband Lippe
  • Freier Deutscher Autorenverband
  • Kulturregion Südwestfalen
  • Kulturregion Ostwestfalen-Lippe
  • LWL-Kulturabteilung

Hintergrund: Verfahren

Vorgestellt wurde das Vorhaben der Pilotplanungsprozesse bei der Fachtagung "Kulturplanung in Westfalen-Lippe" am 31. Mai 2012 in Siegen und anschließend ausgeschrieben. 

Um die Teilnahme haben sich 18 Städte und Gemeinden bzw. kommunale Kooperationen, Kreise und Kultureinrichtungen mit insgesamt 30 Kommunen beworben. 

Die Steuerungsgruppe der Kulturagenda Westfalen hat am 26. September 2012 darüber beraten und die neun Pilotkommunen bzw. kommunalen Kooperationen ausgewählt.


Kriterien für die Auswahl der Pilotplanungsprozesse

Die Auswahl sollte ein breites Spektrum unterschiedlicher Planungstypen und verschiedene Trägerschaften abbilden. Kriterien waren:

  • Antragsteller: Wer ist Antragsteller (Stadt, Kreis, Kultureinrichtung etc.)?
  • Gebiet/Ort: Auf welches Gebiet soll sich die Planung beziehen?
  • Planungstyp: Welche Art von Planung wird angestrebt (Kulturentwicklungsplan, Masterplan, Kulturkonzept, Teilpplanung etc.)?
  • Modellhaftigkeit: Welche Anträge sind in ihrer Struktur am ehesten vergleichbar? Inwieweit können andere von der angestrebten Planung profitieren?
  • Bedeutung der Planung im strategischen Gesamtkonzept des Trägers: Gibt es bereits Konzepte, Planungen, Vorarbeiten etc., ggfs. in Teilbereichen oder mit Bezug zu Querschnittsthemen oder zu einer Gesamtstrategie - oder handelt es sich um eine erstmalige Planung im Kulturbereich?
  • Vernetzung und daraus folgend Akzeptanz: Inwieweit ist die angestrebte Kulturplanung mit anderen, vor allem den zu beteiligenden Akteuren bereits abgestimmt, sodass Interesse und Bereitschaft vorausgesetzt werden können?
  • Kooperationsqualität: Welche Möglichkeiten zu Kooperation hat oder bietet der Ansatz/die angestrebte Planung?

Rahmenbedingungen für die Teilnahme

Anforderungen

  • Bereitschaft des Kulturausschusses und der Kulturverwaltung, im Planungszeitraum von 4-6 Monaten an Halbtages- und Ganztagesveranstaltungen im Umfang von 4 Tagewerken teilzunehmen
  • Bereitschaft, einmal im Jahr eine Sitzung des Kulturausschusses mit dem Schwerpunkt Evaluation der Kulturplanung durchzuführen.
  • Bereitschaft der Kommune, Kulturschaffende und Kulturförderer am Planungsprozess zu beteiligen
  • Bereitstellung von Tagungsräumen, Tagungstechnik und Tagungsverpflegung
  • Bereitschaft, Vertreter anderer Kommunen am Planungsprozess als Beobachter teilnehmen zu lassen und entsprechend einzuladen
  • Bereitschaft, bei Planung über die kommunalen Grenzen hinaus zu schauen
  • Bereitschaft im Rahmen der Kulturagenda Westfalen über den Prozess zu berichten und die Dokumentation zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen
  • förderlich ist die Bereitschaft ein digitales Kulturhandbuch (wie Stadt Minden oder Kreis Siegen-Wittgenstein) zu erstellen und pflegen

Arbeitsschritte / Zeitaufwand

Grundsätzlich wird wie folgt vorgegangen - selbstverständlich werden die Arbeitsschritte individuell abgesprochen und angepasst:

  • Weltcafé: Gesellschaftliche Entwicklungen, die in Zukunft Rahmenbedingungen für Kulturpolitik beeinflussen können (2- 4 Stunden)
  • Kenntnis des Kulturlebens - optional Kulturhandbuch
  • SWOT- Analyse: Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken (4 Stunden)
  • Visionskonferenz: Leitlinien, strategische Ziele (12 Stunden)
  • Open-Space-Konferenz: Prioritäten, operative Ziele, Maßnahmen und Projekte (8 Stunden)
  • Beratung im Kulturausschuss und Beschlussfassung

Die Ergebnisse werden in der Kulturverwaltung vertiefend bearbeitet. Sie erarbeitet auch die Dokumentation des Prozesses, zum Beispiel als Vorlage für den Kulturausschuss.