Pilotplanungs-prozesse           

Ein wichtiges Ziel der Kulturagenda Westfalens ist es, viele Planungen im Kulturbereich anzuregen und kulturpolitische Diskurse überall in der Region zu befördern.

Zur Unterstützung solcher strategischen Kulturarbeit werden bis zu acht Planungsprozesse mit Hilfe von Kulturberater Reinhart Richter (Richter Beratung, Osnabrück) durchgeführt. Interessierte Kommunen und Organisationen können als Beobachter daran teilhaben.

Planungspiloten

Folgende Planungsprozesse werden durchgeführt:

  • Kreis Höxter > Kulturentwicklungsplanung
  • Kreis Olpe > Kinder- und Jugendkulturentwicklungsplanung
  • Kreisfreie Stadt Hagen > Masterplan Kultur mit Schwerpunkt Interkultur
  • Stadt Lippstadt > Kulturentwicklungsplanung
  • Stadt Freudenberg > Kulturentwicklungsplanung
  • Kooperation der Städte Halver, Kierspe, Meinerzhagen und Schalksmühle > Kulturkonzept
  • Kooperation der Städte Ahlen und Beckum > Kinder- und Jugendkulturentwicklungsplanung
  • Kulturforum Wittenund Stadt Hattingen > jeweils Kulturentwicklungsplanung mit der Frage nach Intensivierung der gemeinsamen Kooperationen

Alle Termine und Ergebnisse, Links und Kontakte zu den Prozessen finden Sie hier.

Beobachter

Kommunen und andere Kulturträger, Einrichtungen und Akteure, die an strategischer Kulturarbeit interessiert sind, aber zur Zeit keine Möglichkeit zu konkreter Planungsarbeit bei sich haben, können als Beobachter an den Pilotplanungsprozessen teilhaben. So lässt sich vielleicht für die eigene Kommune oder Organisation profitieren oder es ergeben sich neue Kooperationsmöglichkeiten.

Möchten Sie Beobachter werden? Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Folgende Kommunen und andere Organisationen nehmen als Beobachter teil (Stand 28.2.2013):

  • Gemeinde Hiddenhausen > Freudenberg
  • Gemeinde Havixbeck/Baumberger Sandsteinmuseum > Freudenberg
  • Stadt Bad Oeynhausen > Lippstadt, Ahlen-Beckum
  • Stadt Enger und Widukind-Museum, Enger > Lippstadt
  • Stadt Ennepetal > Hattingen, Halver-Kierspe-Schalksmühle-Meinerzhagen
  • Stadt Gevelsberg > Hagen und evtl. Witten-Hattingen
  • Stadt Kamen > Hagen (alternativ evtl. Hattingen)
  • Stadt Lemgo > Lippstadt
  • Stadt Netphen > Freudenberg
  • Stadt Olpe > Kreis Olpe
  • Stadt Schmallenberg > Freudenberg
  • Stadt Paderborn > Hagen oder evtl. Kreis Höxter
  • Kultur Herford > Lippstadt
  • Kulturbüro Lünen > Lippstadt
  • Kultur Siegen > Lippstadt
  • Kreis Paderborn/Kreismuseum Wewelsburg > Kreis Höxter
  • Kreis Steinfurt > Kreis Höxter
  • Landesverband Lippe > Kreis Höxter
  • Freier Deutscher Autorenverband > Ahlen-Beckum und Hattingen
  • LWL-Kulturabteilung > Kreis Höxter
  • Projekt „Kultur in Westfalen“ > Ahlen-Beckum
  • Kulturregion Südwestfalen > Halver-Kierspe-Schalksmühle-Meinerzhagen
  • Kulturregion Ostwestfalen-Lippe > Kreis Höxter

Hintergrund

Vorgestellt wurde das Vorhaben der Pilotplanungsprozesse bei der Fachtagung "Kulturplanung in Westfalen-Lippe" am 31. Mai 2012 in Siegen und anschließend ausgeschrieben.

Um die Teilnahme haben sich 18 Städte und Gemeinden bzw. kommunale Kooperationen, Kreise und Kultureinrichtungen mit insgesamt 30 Kommunen beworben. 

Die Steuerungsgruppe der Kulturagenda Westfalen hat am 26. September 2012 darüber beraten und die oben genannten Kommunen ausgewählt. 

Was soll eine Kulturplanung leisten?

Kulturplanung ist eine qualifizierte Informationsgrundlage für kulturpolitische Entscheidungen und ihre Evaluation. Dafür braucht es:

  • Gemeinsame Einschätzungen über gesellschaftliche Entwicklungen, die die Kulturpolitik in Zukunft beeinflussen werden
  • Kenntnis der kulturellen Infrastruktur, des Kulturlebens, der Kulturakteure
  • Kenntnis der Stärken, Schwächen und Einschätzung der Chancen und Risiken der Kulturentwicklung

Kulturplanung bewirkt:

  • Entwicklung starker, motivierender Zukunftsorientierungen
  • Verständigung auf Leitlinien und strategische Ziele
  • Qualitätsentwicklung der kulturpolitischen Diskussion
  • Stärkung des gesellschaftlichen Stellenwertes der Kultur

Rahmenbedingungen für die Teilnahme

Anforderungen

  • Bereitschaft des Kulturausschusses und der Kulturverwaltung, im Planungszeitraum von 4-6 Monaten an Halbtages- und Ganztagesveranstaltungen im Umfang von 4 Tagewerken teilzunehmen
  • Bereitschaft, einmal im Jahr eine Sitzung des Kulturausschusses mit dem Schwerpunkt Evaluation der Kulturplanung durchzuführen.
  • Bereitschaft der Kommune, Kulturschaffende und Kulturförderer am Planungsprozess zu beteiligen
  • Bereitstellung von Tagungsräumen, Tagungstechnik und Tagungsverpflegung
  • Bereitschaft, Vertreter anderer Kommunen am Planungsprozess als Beobachter teilnehmen zu lassen und entsprechend einzuladen
  • Bereitschaft, bei Planung über die kommunalen Grenzen hinaus zu schauen
  • Bereitschaft im Rahmen der Kulturagenda Westfalen über den Prozess zu berichten und die Dokumentation zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen
  • förderlich ist die Bereitschaft ein digitales Kulturhandbuch (wie Stadt Minden oder Kreis Siegen-Wittgenstein) zu erstellen und pflegen

 

Arbeitsschritte / Zeitaufwand

Grundsätzlich wird wie folgt vorgegangen - selbstverständlich werden die Arbeitsschritte individuell abgesprochen und angepasst:

  • Weltcafé: Gesellschaftliche Entwicklungen, die in Zukunft Rahmenbedingungen für Kulturpolitik beeinflussen können (2- 4 Stunden)
  • Kenntnis des Kulturlebens - optional Kulturhandbuch
  • SWOT- Analyse: Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken (4 Stunden)
  • Visionskonferenz: Leitlinien, strategische Ziele (12 Stunden)
  • Open-Space-Konferenz: Prioritäten, operative Ziele, Maßnahmen und Projekte (8 Stunden)
  • Beratung im Kulturausschuss und Beschlussfassung

Die Ergebnisse werden in der Kulturverwaltung vertiefend bearbeitet. Sie erarbeitet auch die Dokumentation des Prozesses, zum Beispiel als Vorlage für den Kulturausschuss.